Katzen 1980 bis 1981  Cellani Abessinier

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Euro C Cellani’s Siena Eyjesha

Abessinier wildfarben

12.04.1982  bis  13.03.1993

 

Eltern / Parents:

CI / P Cellani's Cupro Bakis (Aby o)

Delia de Bassecour (aby n) 

Wenige Stunden nach dem unerwartet frühen Tode ihrer Mutter Delia de Bassecour übernahm Eyjesha alle ihre Gewohnheiten, so als seien beide wie durch Zauberhand zu einem Lebewesen verschmolzen. Seelenwanderung?

Eyjesha, meine Lieblingskatze von einst! ... das Jeshelchen!

Wer war sie? ... der nasse Nasenstups am Morgen, das Kuscheln im Arm, das geklaute Küken am Abend, die bedingungslose Freundschaft zu ihrem Vater Bakis, die perfekte Aufzucht ihrer Kitten aus sieben Würfen in der Cellani Abessinier Cattery in Berlin und deren manchmal furienhafte Verteidigung gegen einen vermeintlichen Angreifer. Ihre Markenzeichen waren das Trinken aus dem rechten Vorderpfötchen, das Schlafen auf Kartons in der luftigen Höhe irgendeines Regals und ... die stets nass genuckelte eigene Schwanzspitze, ihr Flaschenkindsyndrom. –

Und sonst? In ihrer Zeit war sie eine der berühmtesten Siegerinnen auf damals riesigen Ausstellungen mit immer rund 800 Tieren. Europachampion wurde sie mit 7 Best-in-Show-Gewinnen und 8 Rassesiegen – bei nicht selten allein fast 30 wildfarbenen Konkurrenten.


Cellani’s Cupra Janata

Abessinier sorrel

17.02.1984  bis  ?

 

Eltern / Parents:

Cellani Sieno Djuli (Aby n)

EGCI Cellani Siena Eyjesha (Aby n)

 

Janata entstammt dem ersten Wurf ihrer Mutter Cellani’s Siena Eyjesha. Wie ihre wildfarbenen Geschwister auch, war auch die kleine Janata von Anbeginn an eine überaus lebhafte und unerschöpflich einfallsreiche kleine Persönlichkeit. Es war ein Quartett, das immer wieder für Überraschungen sorgte und bei dem so manches einfach auf der Strecke blieb: zuerst mein liebevoll bestückter Setzkasten mit kleinen Katzenminiaturen, dann eine Zimmerzypresse und schließlich zwei Ficus Benjamini ... ganz zu schweigen von reichlich Tapete beim Versuch, die in durchaus hoher Höhe angebrachten Gewinnschleifen erfolgreicher Vorfahren von der Wand zu holen.

Während Janatas wildfarbene Schwester Cellani’s Siena Jeskari in das Haus meiner Mutter wechselte und dort den Grundstein legte für die „von Twerne“-Zucht, wartete ich hoffnungsvoll auf Kinder von Janata mit meinem jungen Katerzuwachs Bastis Aby Ras-Cal. Doch daraus sollte leider nichts werden.

Zwar hatte sie – damals selbst gerade wenige Monate älter als er – den jungen abessinischen Herrn bei seiner Ankunft bei den Cellani Abessinier Katzen in Berlin schnell eingeweiht in alle kätzischen Gepflogenheiten und Unarten, derer sie so fähig war. Aus der geplanten Liaison wurde aber nichts. Denn bevor ich Janata mit Ras-Cal verpaaren wollte, hatte sie einen ersten Wurf aus ihrem Großvater Bakis. Trächtigkeit und Geburt verliefen problemlos, aber wenige Tage nach der Niederkunft erkrankte Janata an einer Gebärmuttervereiterung und musste leider kastriert werden.

Als ihre Tochter Marathi alt genug war, zog sie mit dieser zusammen ein neues Heim am Stadtrand Berlins.


 

Euro C & P Bastis Aby Ras-Cal

Abessinier wildfarben

17.04.1984  bis  21.05.2000

Züchter: Wain Harding, Berkeley, U.S.A.

 

Eltern / Parents:

GC Bastis Rusty Nail (Aby n)

GC Bastis Janet Planet (Aby o) 

 

Noch immer ist dieser Kater für mich das Idealbild eines Abessinier. Dass nicht nur ich das so empfinde, weiß ich von jenen, die ihn noch persönlich kannten, und jenen, denen er allein aus Schilderungen auch heute noch ein Begriff ist.

Ras-Cal hielt im Jahr 1984 Einzug bei den Cellani Abessinier Katzen in Berlin . Nach fast 24stündiger Reise betrat er am 19. September sein neues Zuhause selbstbewusst und sehr vergnügt, ein sphynxhaft schönes, elegantes, riesenohriges, mandeläugiges, farbglühendes und immer schnurrendes Katertier mit einem Perfektionsgrad von 99,9%.

Über diese und die restlichen 0,1% befanden die Richter: 15 Rassesiege gaben sie ihm im Laufe seiner Showkarriere, 11x kürten sie ihn zum Best-in-Show-Tier, bei „Best Over All“ belegte er 2x Platz 1, 3x Platz 2 und je 1x Platz 3 und 4. Vergleichbar mit heutigen Siegen ist das nicht, denn damals nahmen bei normalen Ausstellungen zwischen 500 und 800 Katzen teil und nicht nur 150 wie heutzutage. – 1x war er Best-opp.-Sex, 2x nominiert. Anlässlich seiner letzten Ausstellung am 17.10.1999 im Alter von 15 Jahren meinte seine Richterin, Frau Anneliese Hackmann, wie schade es doch sei, wenn so gute Kater so früh schon kastriert würden! Sie hatte sein Geburtsdatum im Richterbericht für versehentlich falsch gehalten.... .

Und sonst? Zu Hause wollte er immer gern Chef sein. Nach dem Tod meiner Cellani (Zula’s Kaneel) gelang ihm das auch. Täglich einmal schritt er provokant wippenden Ganges und hie und da auch einen Hieb verteilend sein Reich ab. In den übrigen Zeiten verfiel er gern in Schnurrarien. Mit Eyjesha verband ihn eine von Respekt getragene lange und liebevolle „Ehe“ bis zu deren Tod. Meinen lieben, sanften Bakis dagegen hasste er bis aufs Blut. Erst nachdem er kastriert war, wurde er Bakis zu meiner großen Freude und Erleichterung in den noch langen letzten Jahren ihres gemeinsamen Lebens ein anhänglicher Freund.

Als Kater war er leicht zu halten: Alle ihm zugedachten Damen deckte er erfolgreich, zu markieren begann er erst mit 8 Jahren, als plötzlich ein menschlicher Konkurrent um meine Gunst auftrat.

Deshalb begann für ihn 1992 das Leben als Ruheständler. 77 Nachkommen hat er, wovon die meisten Zucht- und Showqualität aufwiesen. Für seine nahezu fehlerlose Optik schien er reinerbig zu sein. Denn noch nach Generationen schaute einen in seinen Nachkommen sein Gesicht an. Mit den unterschiedlichsten Partnerinnen, Abessinier- wie Somalidamen, brachte er schöne und vitale Kinder hervor, die in viele Länder gingen. Die weitaus meisten seiner Kinder erreichten ein hohes bis sehr hohes Alter von oft 18 Jahren und deutlich mehr. Sein letzter lebender Sohn, Queyras II van Mars el Khoulinca, geboren 1987, konnte unlängst seinen 21. Geburtstag begehen.

Mein Dank gilt noch heute Wain Harding, der mir diesen wunderbaren Kater anvertraute!


 

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